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Eine Institution des Schönebecker Fußballs wird 60 Jahre Weitere News
vom 22.04.2017

Frank Seydlitz Aufstiege, Rückschläge, Fusionen bis hin zur Talentförderung – Frank Seydlitz hat in 50 Jahren auf dem grünen Rasen vieles erlebt. Heute wird er für seine langjährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. Zudem dürfen wir ihm nachträglich alles Gute zum 60. Geburtstag wünschen, den er am Ostersonntag feierte.

Mit zehn Jahren trat Frank Seydlitz in Schönebeck in die Fußballabteilung ein, erlebte im Alter von 18 Jahren als Torwart sein Debüt in der ersten Mannschaft von Chemie Schönebeck – ausgerechnet im Derby gegen den Stadtrivalen Motor vor 4800 Zuschauern. Ein riesen Erlebnis für den damaligen Jungspund, dessen aktive Karriere erst 17 Jahre später enden sollte, aber noch nicht ganz vorbei war. Denn im Alter von 37 Jahren gab er sein Comeback in der Ersten – als Stürmer – und realisierte mit dem Team den Aufstieg in die Landesliga. Ein Jahr später zwang ihn eine schwere Verletzung zum Ende der aktiven Laufbahn. Zunächst ein Schock, den Frank Seydlitz verarbeiten musste.

April 1970: Frank Seylitz und die 1. Schülermannschaft von Chemie Schönebeck beim Turnier in Eggersdorf. Am Saisonende gelang der Aufstieg in die Landesliga.
April 1970: Frank Seylitz und die 1. Schülermannschaft von Chemie Schönebeck beim Turnier in Eggersdorf. Am Saisonende gelang der Aufstieg in die Landesliga.

Schließlich erlebte er eine aussichtsreiche Karriere. Nach seinem Debüt als Verteidiger mit den 3. Knaben gegen Eggersdorf am 16. April 1967, also vor ziemlich genau 50 Jahren, folgte der schnelle Aufstieg in die 1. Knabenmannschaft. In der C-Jugend bildete ihn Achim Goertz als Torwart aus. Mit dem Team stieg er in die Landesliga auf. Nach einem Jahr in der B-Jugend folgte der Wechsel zum 1. FC Magdeburg. Unter Hermann Stöcker wurde er sogleich Vize-DDR-Meister mit der Mannschaft. Doch Frank Seydlitz hatte ein Problem: „Ich war nicht groß genug und kam daher nicht an Dirk Heyne vorbei“, berichtet der 60-Jährige. Also kehrte Seydlitz 1975 zu „Chemie“ zurück, debütierte vor fast 5000 Fans, lief aufgrund einer Handverletzung später als Stürmer auf und feierte mit 37 Jahren ein Comeback unter Jürgen Halling, bis ihn schließlich ein schwerer Sportunfall stoppte.

Doch schnell war klar: Als Trainer im Nachwuchsbereich geht es weiter. Schließlich gab er bereits im Alter von 17 Jahren als Übungsleiter der 2. Knaben sein Debüt an der Seitenlinie. Unter seinen Schützlingen waren Ralf Suckow, Thomas Dummer, Andre Dzial, Thoralf Prößel, Kevin Lindner, Ralf Kassuhn, Peter Westendorf, Keven Harms und Christoph Breitmeier. Auch der Sohn von Holger Heise, einem langjährigen Vereinskameraden, lief durch die Seydlitz-Schule. „Er war immer verlässlich, sehr ehrgeizig und stets korrekt. Ein richtig guter Kumpel“, betont Holger Heise.

Juni 1972: Nach dem verlorenen Endspiel um die DDR-Meisterschaft mit dem 1. FC Magdeburg.

Juni 1972: Nach dem verlorenen Endspiel um die DDR-Meisterschaft mit dem 1. FC Magdeburg.

Aufgrund einer schweren Erkrankung im Jahr 2014 musste er dieses Engagement jedoch beenden. Seine letzte Station als Jugendcoach war die aktuelle B-Jugend, die er von den E- bis zu den C-Junioren begleitet hat. Eine echte Institution des Schönebecker Fußballs eben.

Frank Seydlitz ist immer noch verrückt nach dem runden Leder. Nicht nur aufgrund seiner eigenen sportlichen Karriere, sondern auch als Fan. Als Sympathisant von Borussia Mönchengladbach hatte er zuhause mit seiner Frau sicherlich einige Berührungspunkte – sie ist nämlich Anhänger des FC Bayern München. Neben diversen Besuchen im Stadion fiebert er natürlich auch in den eigenen vier Wänden vor dem Fernseher mit. Und die aktuelle Situation der Ersten, die große Schritte in Richtung Verbandsliga geht, verfolgt er mit Sicherheit auch.

Alles Gute Frank Seydlitz!


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